Newsletter November 2017 – “Friedhöfliches”

bty…Erinnerung an etwas Wesentliches
… ERINNERUNG an die Achtsamkeit

Heute schon …

einen Friedhof besucht? Was gibt es dort zu hören und zu sehen?
Wie spürt sich das an? Was denkt sich? Welche Stimmung macht es? Bedrückt oder froh?

Besonders nach Einbruch der Dunkelheit werden Friedhöfe dieser Tage zu magischen Orten. Die unzähligen Lichterl in dunkler Nacht haben mich schon als Kind fasziniert.

Manche Menschen scheuen sich vor Friedhöfen und besuchen die Gräber ihrer Angehörigen – wenn überhaupt – nur zu Allerseelen und Allerheiligen. Andere pflegen das ganze Jahr über die Grabstätten ihrer Liebsten und giessen deren Blumen alltäglich wie die Beete ihrer Gärten. Wie so oft sind wir Menschen auch in dieser Hinsicht äußerst verschieden.

Ich gehöre zu jenen, die Friedhöfe weniger als Ort der Trauer denn als historisch-kulturellen Raum zu schätzen wissen. Ich schreite durch die Grabreihen, sinniere über Inschriften, berechne Todesalter und bedaure die zu jung Gestorbenen. Ich staune über manch obskure Darstellung und den Wunsch nach sozialer Differenzierung über den Tod hinaus.

Verwilderte, verlassene Gräber sind für mich der Ausdruck wahrer Vergänglichkeit. Ihr Anblick macht mich sonderbar still und löst etwas Bittersüßes in mir aus. Gleichzeitig finde ich sie oft sehr schön…

Wie ist es bei Dir? Vielleicht möchtest du über Deinen Umgang mit Vergänglichkeit und ihren Orten und Symbolen nachsinnieren? Vielleicht JETZT?

Beste November Grüsse!
Ulrike Pastner

PS1: Das Foto stammt vom jüdischen Friedhof Šafov nahe dem österreichisch-tschechischen Grenzübergang Langau. Ein verwunschener Ort mit grosser Geschichte. Ein Ort, der noch weit mehr Stoff zum Nachdenken gibt als das eben Gesagte.

PS2: Von dort sind es nur 10 Autominuten zu einem der ältesten Hundefriedhofe Österreichs auf Schloss Ruegers (Riegersburg). – Darüber nachzusinnen wäre einen eigenen Newsletter Wert…

Dieser Beitrag wurde unter Newsletter veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.