Newsletter November 2018: “Was war – wird sein?”

friedhofErinnerung an etwas Wesentliches…
… Erinnerung an die Achtsamkeit

Die letzten Tage …
auf dem Friedhof gewesen und die Gräber der Familie besucht? Wie spürt sich das an? Welche Gedanken entstehen? Welche Erinnerungen kommen hoch? Welche Stimmung bleibt zurück?

Wie intensiv man sich um die Grabstätten der Verstorbenen kümmert, ist von Familie zu Familie verschieden. In meiner Familie gibt es dazu keine grossen Verpflichtungen. Aber ich mag die Friedhofsstimmung zu Allerheiligen, vor allem zur Dämmerung, wenn die vielen Kerzerln flackern. So war ich die letzten Tage wieder einmal auf Friedhofsbesuch.

Durch eine Grabinschrift wurde ich daran erinnert, dass einer meiner Vorfahren – 1840 geboren – 100 Jahre alt geworden ist.  Das gibt mir zu denken. Welches Leben hat dieser Mann geführt, der zwei Weltkriege erlebt hat und in der düsteren Kriegszeit gestorben ist? Wie war sein Alltag in einer Kleinstadt der Habsburger Monarchie vor Erdöl, Strom und Telekommunikation? Und: Was hat sein Leben mit dem meinen zu tun?

Stark angeregt über meine Wurzeln nachzudenken, wurde ich kürzlich durch den Besuch des “ersten österreichischen Museums für Alltagsgeschichte”  im kleinen Waldviertler Ort “Neu Pölla”. Es ist nicht lange her, da drehte sich der Alltag von früh bis abends um die Organisation der unmittelbarsten Bedürfnisse. Und haben materielle, soziale und politische Bedingungen die Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung völlig anders bestimmt als heute. Und dennoch zieht sich ein roter Faden von damals bis heute.

Sind das auch für dich interessante Fragen? Welche Verbindungen siehst du zum Leben deiner Altvorderen? Hat ihr Schicksal, ihr Tun und Lassen Einfluss auf dein Leben heute? Vielleicht könnten wir daraus etwas lernen? Vielleicht?

Schöne November Grüsse!
Ulli Pastner

PS: Nach dem Besuch im Museum für Alltagsgeschichte habe ich auf meinem Blog  einen längeren Beitrag verfasst, so beeindruckt war ich: Schule der Wertschätzung: Es ist nicht lange her…

Abschliessend noch ein Tipp zu zwei wunderbaren Autorinnen, die ich gestern bei einem Vortrag erlebt habe, zwei “Trauer-Expertinnen”, die  in grosser Leichtigkeit und Tiefe zeigen, dass Tod und Leben zusammengehören: Mechthild Schroeter-Rupieper und Barbara Pachl-Eberhart. – Von den beiden Frauen lässt sich auf jeden Fall etwas lernen!

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