Newsletter Jänner 2019: „Klimawandel IN sich“

andersfliegenErinnerung an etwas Wesentliches…
… Erinnerung an die Achtsamkeit

„Der Widerspruch ist eine Probe
auf die Notwendigkeit.“
Simone Weil

Heute schon …
übers Wetter nachgedacht? Wie fühlt sich das an? Erfreut, verärgert, gleichgültig? Unbekümmert oder besorgt?

Dass nach dem Schneesturm die Sonne scheint, hat uns früher den fröhlichen Kommentar „Aprilwetter!“ entlockt. Als heute nacht der Sturm übers Land fegte, musste ich an die Waldviertler Wälder denken und – nach den vielen Kahlschlägen der letzten Monate – an das reihenweise Fallen der Bäume. Der letzte heisse Sommer hat seine Spuren hinterlassen. Kein Ausflug, kein Spaziergang mehr, ohne dass dir die gewaltigen Rodungen ins Auge – und ins Gemüt – springen.

Ich bin froh, seit Jahren kein Fleisch mehr zu essen. Wurden die Auswirkungen der Massentierhaltung lange Zeit nur in den Broschüren der Tierschützer vorgerechnet, wird es langsam zum Mainstream Wissen: Massentierhaltung hat massive Konsequenzen auf das Weltklima. Es gab eine Übergangszeit des Verzichts, aber nun bin ich mit meiner pflanzlichen Ernährung vollauf zufrieden. Ein Widerspruch weniger erhöht das Wohlbefinden ungemein.

Bei sich selbst anfangen. Nicht darauf warten, dass es andere tun. Nicht glauben, dass andere dir ein schlechtes Gewissen machen wollen oder dass es keinen Unterschied macht und damit die Sache vom Tisch wischen. Sich nicht von unerreichbaren Idealen erdrücken lassen. Hineinspüren, was für dich richtig ist und entspannt in diese Richtung handeln. Ohne Perfektionsanspruch und immer öfter. Und sehen, dass du dich für etwas entscheidest, nicht gegen etwas. Innerer Friede und gute Laune sind schliesslich mit nichts Materiellem aufzuwiegen.

In diesem Sinne möchte ich in Zukunft mehr auf meinen ökologischen Fußabdruck achten und so zum Beispiel das Fliegen sein lassen (obwohl ich es bisher sehr geschätzt habe). Manchmal ist das Fass voll und eine Entscheidung reif. Ganz egal, ob gerade ein neues Jahr angefangen hat oder nicht.

Vielleicht ist bei dir eben ein ganz anderes Thema dran und möchtest du nachsinnieren, wie du dein Leben verändern willst, weil das Fass voll und die Zeit reif ist. Vielleicht JETZT?

Fröhliche Neujahrsgrüsse

Ulli Pastner

PS: Dass das Thema „Klimawandel und Fussabdruck“ in meinem Leben mehr Aufmerksamkeit bekam, hat u.a. mit zwei (sehr unterschiedlichen) Menschen zu tun, denen ich zugehört habe und deren Fass spürbar am Überlaufen ist: Greta Thunberg und Harald Lesch. Hier zwei Links dazu: (M)ein Blogbeitrag:„Greta Thunberg. Wie erstaunlich.“ Sowie ein Vortrag an einer deutschen TU: „Harald Lesch – Das Erdzeitalter des Geldes: Das Kapitalozän!“
Beide zeigen deutlich die Interdependenzen von Wirtschaftssys tem, westlichem Lebensstil und Klimaveränderung auf. Es gibt also viele Ansatzpunkte. Was wäre für dich passend?

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