Newsletter September 2020: „Aufbauende Gedanken pflegen!“

gingkoErinnerung an etwas Wesentliches…
… Erinnerung an die Achtsamkeit

Aber wie könnt ihr glauben, dass euch nach 500 Jahren der Kolonisierung der Welt ein Gedanke kommen kann, der nicht nur weitere Zerstörung bringt?“ Kay Sara

Heute schon …
im Widerspruch gehandelt? Wie fühlt sich das an? Was denkt sich dazu? Können wir offen dazu stehen? Merken wir es überhaupt noch?

Der Diskursbeitrag im Standard mit dem Titel „Widersprüche atmen“ von Milo Rau fährt mir in die Knochen. Die darin gestellte – und eingangs zitierte – Frage von Kay Sara rüttelt mich durch. Milo Rau kritisiert die Coronahilfen gerade für jene Sektoren, die an der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen den entscheidenden Anteil hatten: Fluggesellschaften, Erdöl- und Autokonzerne. – Sektoren, die auch sein Kulturschaffen finanzieren…

Passend dazu das Ö1-Interview mit Politikwissenschaftler Ulrich Brand zu unserer „Imperialen Lebensweise“: „Der Globalisierungsprozess schreibt sich in den Alltag der Menschen ein und hat damit auch eine gewisse Zustimmung“ sagt er. Ein Beitrag in Ulrich Brands jüngstem Buch hat den Titel „In Europa heißt ›gutes Leben‹ heute Fleisch und Fliegen“. Warum handeln wir weiter in diese Richtung, warum geben wir weiterhin unsere Zustimmung dazu?

Milo Raus Beitrag endet mit „Kritik reicht nicht mehr. Es muss sich alles, wirklich alles ändern.“ Hm, bloss wo anfangen? Mit einem Gedanken, der keine Zerstörung bringt? Mit Hinschauen auf unsere Geschichte und dem Verändern schädlicher Gewohnheiten? All das bräuchte Mut und Zeit und Zuversicht…

Wie mehr Mut, Zeit und Zuversicht gewinnen? Wie aufbauende Gedanken pflegen? Was wären wirksame und konkrete Alternativen zu unserer „imperialen Lebensweise?“ Bei anderen und bei uns selbst? Vielleicht magst du dich auch damit befassen? Vielleicht JETZT?

Beste September Grüsse
Ulli Pastner

 PS:. Die Links dazu:
Milo Rau: „In Widersprüchen atmen

Ulrich Brand: „Post-Wachstum und Gegen-Hegemonie. Klimastreiks und Alternativen zur imperialen Lebensweise“ bzw. das Interview im Mittagsjournal: Nachhaltiger Lebensstil nach Corona?
Empfehlenswert ist in diesen Zusammenhang auch der Klima-Newsletter der SZ, in der aktuellen Ausgabe mit einer „Bibliothek zum goldenen Rettungsanker“ – mit aufbauenden Buchtipps.

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