Newsletter November 2020: „Die letzte Erinnerung“

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(Letzte) Erinnerung an etwas Wesentliches…
Erinnerung an die Achtsamkeit

 

Heute schon …
an einen Abschied gedacht? Wie du deinen Abschied gestalten willst? Still und heimlich, pompös feiernd oder nachdenklich, reflektiert und bewusst? Oder alles zusammen?

Nein, ich rede hier nicht vom letzten Abschied – wie das heutige Datum nahelegt -, sondern von einem davor. Genauer rede ich von meinem Abschied aus der Erwerbsarbeit, denn mit heutigem Tag beginnt mein Ruhestand. Juhu!!

Nein, keine Coachings, Beratungen und neuen Seminare mehr. Es ist mir ernst mit der Ruhe. Ich freu mich auf das Ungeplante, Unvernünftige und Ungewisse. Auf den Zeitreichtum, auf das, was passiert, wenn nichts passiert. Aufs „nichtnutz“ sein…

Die Freiheit von der Notwendigkeit Geld zu verdienen, ist ein unglaubliches Privileg. Ich denke mit grosser Dankbarkeit an die Menschen und Gemeinschaften, die zu allen Zeiten der Geschichte für bessere soziale Bedingungen eingetreten sind. – Ganz konkret: Ohne Johanna Dohnal könnte ich heute nicht mit 60 Jahren in Alterspension gehen.

Ich habe mich gestern hingesetzt und überlegt, welche Menschen mich in meiner Ausbildung und meinem bunten Berufsleben begleitet, unterstützt und inspiriert haben. Ein schönes grosses funkelndes Netz! Wir sind viel mehr voneinander abhängig und verbunden, als uns das normalerweise bewusst ist.

Dass ich mich schon länger als ein Jahr in einer netten, reflektierten Frauengruppe mit dem „Übergang in die Pension“ befasse, trägt sicher zum gelassenen Umgang mit diesem Wechsel in etwas Neues bei. Und freilich auch mein Kernthema, die Achtsamkeit! Die beste Begleiterin in alles Ungewisse! Ich hab so Lust auf einen konstruktiven Umgang mit dem Älterwerden, auf die Entwicklung einer „kosmischen Perspektive“, darauf, mich selbst weniger wichtig zu nehmen und weiterhin den guten Duft von Wertschätzung und Gelassenheit zu verbreiten…

So ein Weg braucht Erinnerung, die eine sich suchen muss. Was ich eben wieder gefunden habe, ist auf meinem Blog „Schule der Wertschätzung“ festgehalten. Ich würde mich freuen, wenn du ab und zu vorbeischaust und dich anstecken lässt. So wie ich mich immer gefreut habe über die netten Rückmeldungen auf diesen Newsletter. Sie haben mich sehr motiviert. Danke!

Vielleicht magst du dir überlegen, wie und wo du dich erinnern lassen willst an deinen Weg? Vielleicht JETZT?

Beste November Grüsse
Ulli Pastner

PS1: Das Foto „Altes Haus“ habe ich gestern abend bei einem Spaziergang in die Vergangenheit gemacht. Nicht nur, dass es gut in die Halloween-Nacht passt, steht es auch in einer Strasse meiner Kindheit und gibt es ein schönes Symbol für Vergänglichkeit ab… Wie dramatisch sich unsere Städte verändert haben in den letzten Jahrzehnten!

PS2: Eine Hör-Empfehlung, wenn du dir etwas gutes tun willst… Martin Prein im Interview heute morgen im Radio: Thanatologe Dr. Martin Prein zu Gasthier direkt zum nachhören… Einfach ein Genuss. Lebendig, authentisch und mit Tiefgang zu unserem Umgang mit Tabus. Das macht Sinn und das erinnert

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