Newsletter Oktober 2015 – Zum Umgang mit ANGST

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ERINNERUNG an etwas Wesentliches
… ERINNERUNG an die Achtsamkeit

Die Gefahr liegt darin, dass die Furcht schlimmer werden kann als das, was man befürchtet.“
(Franklin Roosevelt)

 

Heute schon …
Angst verspürt? Sich schon gefürchtet? Eher ein kurzer Schrecken oder ein lähmendes Hintergrundgeräusch? Welche Bilder und Gedanken begleiten die Furcht? Welche haben sie ausgelöst? Ist es die Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten, oder ist es die Angst, etwas zu verlieren?
Was löst die Angst im eigenen Inneren aus? Ablenkung, Kritik oder Fürsorge?

Dieser Tage ist angesichts der Flüchtlingsströme viel von diesem so menschlichen Grundgefühl die Rede. Kardinal Schönborn sagte kürzlich in einem Interview, er habe Verständnis, wenn die Menschen Angst haben. Er habe auch manchmal Angst.
„Die Angst habe gesiegt“, so auch ein Kommentar zum Ausgang der oberösterreichischen Wahl – die gleich weitere Ängste aktiviert. Öfter ist die Rede davon, man müsse die Ängste der Menschen ernster nehmen. Was kann das bedeuten?

Angst hat mit Enge zu tun. Angst ist ein unangenehmes Gefühl, das sich immer aus Vorstellungen einer ungewissen Zukunft speist. Instinktiv wollen wir uns von der Angst abwenden, wollen uns schützen oder fliehen. Verleugnung, Aggression und Wut sind bei vielen Menschen die hilflose Reaktion, wenn sie nicht gelernt haben, differenziert mit ihren Gefühlen umzugehen. Emotionale Intelligenz wird leider nicht an den Schulen unterrichtet. Warum eigentlich nicht?

Wir können viel über die Angstreaktionen der anderen diskutieren. Doch wie sieht es bei uns selber aus? Lassen wir Ängste und Unsicherheit zu, ohne sofort Lösungen finden zu müssen? Nähren wir angstmachende Bilder oder beruhigen wir uns? Und auf welche Weise? Lassen wir uns anstecken, oder stecken wir andere an? Wie können wir Mut und Vertrauen stärken? Glauben wir, wir könnten Zukunft kontrollieren? Oder, dass jede Krise auch ein Gutes haben kann?

Welchen Unterschied würde das machen? Vielleicht JETZT?

Beste Oktober Grüsse
Ulrike Pastner

PS: Achtsamkeit ist hilfreich im Umgang mit schwierigen Emotionen. Das folgende Buch vermag zwar nicht die aktuellen politischen Ereignisse zu verändern, doch den individuellen, konstruktiven Umgang damit – was uns wiederum handlungsfähig bleiben lässt:
Jeffrey Brantley: Der Angst den Schrecken nehmen – Achtsamkeit als Weg zur Befreiung von Ängsten. Arbor Verlag.

Noch ein letzter Hinweis: An der Donau-Universität Krems beginnt in Kürze der Weiterbildungslehrgang “Achtsamkeit in pluralistischen Gesellschaften. Wissenschaftliche Grundlagen – Methoden – Didaktik”. Bewerbungen sind noch bis 15.10.15 möglich.

Dr. Ulrike Pastner
3713 Sachsendorf 8 / 1010 Wien, Annagasse 5/2/6
pastner@achtsamkeitscoaching.at — Tel. 0664-73 420 130
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