Newsletter Februar 2016

wintermond 

„Bei wahrer Freiheit hat man nie Wünsche frei,
sondern ist frei von allen Wünschen

(Ajahn Brahm)

Heute schon …
etwas ganz dringend gewünscht? Etwas Grosses oder Kleines? Wichtiges oder Unwichtiges? Welche Gedanken sind damit verbunden? Wie fühlt sich das an? Geistig und körperlich? Sanft ziehend, leise sehnsüchtig oder gar zerrend und obsessiv?

Wie lange dauert ein Wunsch, bevor er vom nächsten abgelöst wird? Muss sich jeder meiner Wünsche auch wirklich erfüllen? Möglichst gleich? Was genau steckt eigentlich hinter dem Wunsch? Trifft der Wunsch auch wirklich das dahinterliegende Bedürfnis?

Die Bandbreite des Wünschens ist gross und unsere Anspruchniveaus wachsen. Tranken wir früher „Kaffee mit Milch“, brauchen wir heute einen Capuccino von einer bestimmten Kaffeeröstung mit Schokostreuseln auf geschäumter Milch. Oder vielleicht doch lieber einen Latte Macchiato? Unsere Konsumgesellschaft erinnert uns an jeder Ecke, was wir denn als nächstes wünschen könnten.

Unser Wirtschaftssystem ist auf einem „Immer mehr, grösser und schneller“ aufgebaut, und mitunter scheint diese Logik ohne Alternative. Wenn nicht… Wenn da nicht bspw. ein exotisches Land wie Bhutan das Konzept des Bruttonationalglücks eingeführt hätte und damit die permanente materielle Wunschwachstumserfüllung in Frage stellt. Ich habe Dr. Ha Vinh Tho, Leiter des dortigen Gross National Happiness Center, vor kurzem in Wien (beim Bank Austria Salon im Alten Rathaus) erlebt und war sehr beeindruckt von dieser nahezu utopisch anmutenden Sichtweise.

Warum nicht für sich ein eigenes „persönliches Bhutan“ einrichten, indem wir uns fragen, was unser ganz persönliches Glück eigentlich wäre und wie wir es mit materiellen – aber vor allem immateriellen Wünschen – oder gar Nicht-Wünschen (!!) erreichen könnten? Vielleicht JETZT?

Beste Februargrüsse
Ulrike Pastner

PS.: Ajahn Brahm stellt in seinem Buch „Die Kuh, die weinte“ Fragen wie die nach dem Glück auf äußerst humorvolle und kluge Weise. So schreibt er in einer der Geschichten von den Gefängnissen, in denen wir uns mitunter widerfinden, am Arbeitsplatz, der Beziehung oder einem kranken Körper … und rät dazu, die Wahrnehmung der Situation zu verändern. „ Freiheit bedeutet, immer da zufrieden zu sein, wo man gerade ist. Gefängnis heißt, sich woanders hinzuwünschen. Eine freie Welt erlebt derjenige, der zufrieden ist“.
Hohe Schule.  Aber solch ein Zustand wäre doch einen Wunsch Wert – oder ?  ;-)

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Dr. Ulrike Pastner
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