Newsletter März 2020: „Soll ich oder soll ich nicht?“

 tulpe2 ERINNERUNG an etwas Wesentliches
… ERINNERUNG an die Achtsamkeit

„There is nowhere to go but into yourself“*
Marina Abramovic

Heute schon …
ratlos gewesen? Was für Gefühle sind damit verbunden? Wie spürt sich das an? Aufgeregt, irritierend, frei schwebend? Was denkt sich? Wie ist dein Verhalten?

Ich brauche eine Lösung. Schnell. Ich stehe an einer Kreuzung und weiss nicht, welchen Weg ich nehmen soll. Ich bleibe stehen, wie gelähmt. Ich sehe keine klaren Alternativen mehr. Hauptsache irgendwie weiter. Ich sprinte los. Stopp!

Verlorensein in der Beliebigkeit. Soll ich das nehmen oder das andere? Oder keins von beiden? Warum und wozu eigentlich? Das fühlt sich zäh an, unentschlossen. Ist es nicht ohnehin völlig egal? Ich drehe mich im Kreis und komme nicht von der Stelle. Stillstand.

Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Ich beobachte und bemerke, was passiert. Spürt sich irgendwie schwerelos an. Immer wieder meldet sich der Impuls nach Sicherheit: Jetzt musst du aber … – Dem nicht nachgeben. Was wäre eine ganz neue Perspektive? Sich erinnern, was hilfreich ist: Weite, Offenheit Vertrauen. Fühlt sich ganz gut an. Zuwarten. Ganz langsam sinkt etwas zu Boden. Kreativität entfaltet sich. Ich muss gar nichts.

Gut so. Auf diese Weise hat es sich erledigt, diesen Newsletter zu einem aktuell omnipräsenten Thema zu verfassen. Ich war etwas ratlos, ob nicht weitere Worte dazu den Medienhype noch verstärkten. Im übrigen habe ich beschlossen, ein wenig Nachrichten zu fasten. Fastenzeit einmal anders.

Wie geht es dir mit Ratlosigkeit? Woran orientierst du dich? Welche Muster laufen ab? Gelingt ein Innehalten, und finden sich neue kreative Lösungen ganz von selbst? Wäre das einen Versuch Wert? Vielleicht JETZT?

Schönen März Beginn und wunderbaren Frühling!
Ulli Pastner
PS:. Zum Abschluss noch eine Weisheitsbuch-Empfehlung: Thich Nhat Hanh: Versöhnung mit dem inneren Kind – Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit. Auch online als Hörbuch verfügbar.
Unter anderem befasst sich der grosse Zenmeister in seinem Buch damit, wie wir geschickt mit schwierigen Phasen unseres Lebens umgehen können. Ohne Leiden keine Entfaltung von Mitgefühl und Verständnis. Das ist doch eine hilfreiche Perspektive. Was meinst du?

* Das Zitat der Performance-Künstlerin Abramovic war heute morgen im Radio Kolleg zu hören. Ö1 erweitert regelmässig unseren Horizont: Zeit um nachzudenken. Die Kunst des Müßiggangs.

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